Bolivien 🇧🇴

Die Grenzübertritte nach und von Bolivien sind rasch, flott und freundlich.

Wir durchqueren Bolivien zwei Mal –

zuerst in Richtung Peru und dann noch einmal auf dem Weg nach Brasilien.

Die extreme Höhenlage macht uns am Anfang schon ein wenig zu schaffen –

die Kopfschmerzen und die Atemnot verklingen aber rasch.

Traumhafte Lagunen und der Salar de Uyuni begrüßen uns gleich zu Beginn.

Der Salzsee ist unheimlich beeindruckend –

inmitten der scheinbar unendlichen Salzfläche

gibt es sogar eine Insel mit riesigen Kakteen.

Wir müssen natürlich auch die berühmten Perspektivfotos machen und

haben viel Spaß dabei.

Durch die Regenzeit ist der Salzsee noch nicht vollständig ausgetrocknet und

wir können besonders beim Sonnenuntergang faszinierende Spiegelungen genießen.

Das Tanken hier im ganzen Land ist äußerst mühsam –

wir müssen oft bitten und betteln um Diesel zu bekommen.

Es gibt hier zwei Spritpreise – die Einheimischen bezahlen 3,72 Bolivianos

und der internationale Preis beträgt 8,88 bis 9,50 Bolivianos pro Liter Diesel.

Das heißt, wir müssen immer hart verhandeln –

teilweise klappt es gut und wir bezahlen 5 – 6 Bolivianos – natürlich sin factura –

aber manchmal ist es auch unmöglich Diesel zu tanken,

obwohl wir den internationalen Preis bezahlen würden,

aber der nötige Papierkram ist ihnen zu mühsam.

Besonders erfreut sind wir, wenn wir es ab und zu schaffen,

dass sie nur den Einheimischen-Preis verrechnen.

 

La Paz ist für Jumpy und uns eine wirkliche Herausforderung –

wir quälen uns durch äußerst steile, enge und sehr belebte Straßen und Gassen

und die Fahrweise der Bolivianos bringt uns oft zur Verzweiflung.

So fein, dass wir dann La Paz aber auch genießen können.

Sehr entspannt schweben wir in den österreichischen Seilbahnen von Doppelmayr –

die hier – in dieser hohen Andenstadt –

dank „Evo“ billiges öffentliches Verkehrsmittel sind.

 

Die Einblicke und Ausblicke aus dieser speziellen Perspektive sind besonders reizvoll.

Am Rande der Stadt gibt es viele schneebedeckte Andengipfel, die wir nicht nur von der Ferne betrachten sondern auch ein wenig erkunden und erwandern wollen.

Leider kommt uns ein früher Wintereinbruch mit besonders viel Schneefall in die Quere und wir können aufgrund dessen die Berghütte in 5.300 m Seehöhe nicht erreichen.

Wir wandern, jumpen und jausnen dann auf fast 4.700 m im Schnee

und genießen die weiße Pracht

und Lamas und Alpacas leisten uns Gesellschaft.

 

 

Dann geht’s nocheinmal zum Titicacasee – hier auf 3.850 m werden Jumpy und wir mit reichlich Weihwasser vom Padre von Copacabana gesegnet –

Jumpy wird mit frischen Blumen, Blütenketten und gehäkelten Glücksketten geschmückt.

Wir hoffen, dass die Segnung auch unseren Bremsen gut tut, denn diese bereiten uns hier immer wieder Probleme.

Wir überqueren auch ein kleines Stück den Titicacasee mit einer sehr einfachen Fähre

und zittern gemeinsam mit neuen Freunden, ob wir wohl gut ans andere Ufer kommen?

Die Fahrt nach Brasilien zieht sich dann – die Landschaft ist wunderschön, es gibt einige gut erhaltene Jesuiten Missionskirchen im Jesuiten-Missions-Zirkel, aber die Straßen sind sehr sehr…. mühsam und es gibt viel Nebel und unzählige Baustellen und wir kommen nur sehr langsam voran.

Argentinien 🇦🇷 Atlantikküste, Pampas, Seengebiet und der Norden

Jetzt geht’s an der Ostküste entlang nördlich bis zur Halbinsel Valdes.

Leider können wir am Punta Norte keine Orcas entdecken,

aber wir sehen noch einige See-Elefanten und ganz viele Gürteltiere und Guanacos.

Wir fahren durch die Pampas bis in das schöne Seen Gebiet rund um Bariloche.

Ostern feiern wir direkt am See in Bariloche.

Ein herrliches Gebiet zum Wandern und es gibt sehr gute Schokolade hier.

Argentinien – ganz im Süden

Tierra del Fuego – „Fin del Mundo“ –  Ushuaia

Jetzt sind wir also im Feuerland„Tierra del Fuego“!

Immer weiter geht’s in den Süden – dem „Fin del Mundo“ entgegen – wir übernachten noch in Rio Grande und dann geht’s zur südlichsten Stadt der Welt – nach Ushuaia.

Wir haben unglaubliches Glück – die Sonne lacht und wir haben das seltene Vergnügen Ushuaia fast ohne Wolken und Regen zu erleben.

Da das Wetter so toll ist, fahren wir gleich zum Flugplatz und kurz später sitzen wir im kleinen Flugzeug und fliegen übers „Ende der Welt“. Der Wind bläst kräftig und der Flug ist äußerst turbulent, aber die Sicht ist super und wir genießen Ushuaia und den Beagle Kanal auch von oben.

Wir beobachten immer wieder die großen und die kleinen Schiffe

und schlafen direkt am Beagle Kanal.

Natürlich fahren wir auch in den Parque Nacional Tierra del Fuego.

Wir wandern zuerst am Lago Roca entlang

und dann geht’s zum Ende der Ruta 3 und zur Bahia Lapataia.

Ganz am Ende des Nationalparks entdecken wir einen kleinen einsamen Pinguin.

Er fürchtet sich nicht vor uns und wir setzen uns vorsichtig zu ihm – er rückt von sich aus immer näher und es hat nicht viel gefehlt und er wäre auf unseren Schoß gekraxelt. Wir leisten ihm lange Gesellschaft und beobachten seine Bewegungen und seine Geräusche – ganz alleine und in Ruhe – der kleine Pinguino – wir nennen ihn „Fuego“ erobert unser Herz sofort und es fällt uns schwer ihn alleine zurück zu lassen und wieder den Rückweg anzutreten.

Das Treffen mit „Fuego“ war wohl ein besonderes Highlight hier in Ushuaia.

Chile – der Süden

Torres del Paine – Puerto Natales – Punta Arenas

Diesmal war es eine flotte Aus- und Einreise und wir fahren gleich weiter zum

Parque Nacional Torres del Paine.

Nach einer stürmischen Fahrt bei Windstärke 8 bis 9 sind wir froh gut im Nationalpark gelandet zu sein. Die Abendstimmung und die netten Leute rund um uns entschädigen für die mühevolle Anreise.

Zeitig am Morgen – noch vor dem Frühstück – starten wir unsere erste Wanderung.

Guanacos wünschen uns am Weg einen guten Morgen.

Den Wasserfall und die Spiegelungen im See können wir in Ruhe ganz alleine genießen.

Wir frühstücken mit tollem Ausblick und sind schon wieder am Rückweg als andere Wanderer erst starten. Unterwegs zum nächsten Hike sind wir überrascht, dass wir hier auch rosa Flamingos entdecken.

Auf der Runde zum Grey Gletscher sehen wir sogar einige Eisberge – es ist eigenartig Eisberge in einem See zu sehen.

Wir übernachten bei einem Wasserfall und am nächsten Morgen wandern wir noch kurz und fahren dann weiter nach Puerto Natales.

Hier müssen wir wieder einmal in eine Werkstätte und finden „Augusto“, der uns in seiner „modernen Werkstatt“

gut und flott weiterhilft.

In Punta Arenas schlafen wir direkt an der Magellan-Straße

und fahren am nächsten Tag zur Isla Magdalena und sehen unsere ersten

Magellan-Pinguine.

Wir kommen den süßen Pinguinen ganz nahe und besonders das Watscheln begeistert uns.

Aber wir wollen natürlich auch die Königspinguine sehen und müssen daher auch in den Parque Pinguino Rey. Hier sehen wir auch 7 Wochen alte Pinguine und können sie lange fast ganz alleine beobachten.

Wir vernichten alle Essensvorräte und fahren dann wieder über die Grenze nach Argentinien.

Argentinien

Ruta 40 – El Chalten – El Calafate

Jetzt fahren wir auf der Ruta 40  und wir sehen wirklich gleich Guanacos und Gürteltiere.

Das süße Paulinchen – ein Gürteltierbaby – würden wir am liebsten mitnehmen!

Cueva de las Manos – jahrtausendalte Höhlenmalereien – dafür hat sich der Umweg auf einer schlechten Schotterpiste gelohnt.

Schon auf der Hinfahrt nach El Chalten sehen wir von der Ferne Mont Fitz Roy – er ist leider fast immer zumindest teilweise in Wolken gehüllt, aber am Morgen sehen wir ihn ganz kurz in seiner vollen Pracht. Hier wandern wir viel und können immer wieder einen Condor beim Fliegen beobachten.

Wir sind schon sehr neugierig auf den Perito Moreno Gletscher und schlafen schon die Nacht vorher in El Calafate, dass wir zeitig am Morgen in den Parque nacional de Los Glaciares fahren können.

Zuerst bewundern wir ihn von der Ferne – er ist riesig und funkelt wunderschön blau – wir kommen dann immer näher und können auch beeindruckende Kalbungen beobachten.

Dann haben wir auch das Glück, dass wir ein Gletschertrekking direkt am Perito Moreno machen können. Mit Steigeisen, Sonnenschein und äußerst gute Laune genießen wir den Gletscher mit all seinen Formen und Farben – wir fühlen uns sicher mit unserem Bergführer Carlos.

Am nächsten Tag schon geht’s wieder nach Chile.

Chile 🇨🇱

PATAGONIEN

Vulkane – Chiloe – Carretera Austral

Ein mühsamer Grenzübertritt, aber man fährt zwischen den zwei Ländern gleich in den ersten wunderschönen Nationalpark.

Die sogenannte chilenische Schweiz begrüßt uns mit Bergen, Seen, riesigen Auracarien, schneebedeckten Vulkankegeln, Berghütten… –

wir fühlen uns fast heimisch – kein Wunder, dass sich hier damals viele Österreicher, Deutsche und Schweizer angesiedelt haben.

In Puerto Montt kaufen wir dann Fährentickets und in der Zwischenzeit wird leider unser Jumpy aufgebrochen – es wird uns viel gestohlen – wir brauchen einige Tage um uns vom Schreck und Ärger zu erholen und dass um uns wieder sicher zu fühlen. Ein junger ganz lieber Polizist nimmt die Anzeige auf, er bedauert uns, umarmt uns tröstend und besteht darauf, dass wir eine Nacht auf dem Parkplatz der Polizeistation übernachten.

Mit der Fähre geht’s dann zuerst auf die Insel Chiloe – bunte Häuser, schöne Holzkirchen und wir erleben wie freudig hier getanzt wird – schon ganz kleine Kinder tanzen begeistert mit den großen mit und sie schwenken ihre kleinen weißen Tücher.

Dann beginnt für uns die Carretera Austral – die Ruta 7. Pinocet hat diese Straße in Auftrag gegeben – der Bau und die Erhaltung ist sehr schwierig, weil sie durch eine Landschaft mit Fjorden, Gletschern und Gebirgszügen führt. Es ist größtenteils eine Schotterpiste – nur ganz wenige kleine Abschnitte sind betoniert und immer wieder müssen Teile auch mit sehr kurzen und langen Fähren überbrückt werden.

Wir kommen langsam voran, wir quälen uns über viele sehr schlechte Schotterpisten, werden durchgerüttelt und durchgeschüttelt, aber dafür werden wir fast an jeder Ecke mit traumhaften Ausblicken belohnt und nicht nur die Straße bremst uns –

wir müssen auch ganz oft stehen bleiben und einfach nur staunen und genießen.

Riesige Rheum Pflanzen säumen mit ihren unbeschreiblich großen Blättern unseren Weg, Gletscher, türkisfarbene Flüsse und Seen, Wasserfälle …

dazwischen erholsame Fährfahrten und dann werden wir wieder eingestaubt, wir wandern viel und trauen uns über wakelnde Hängebrücken, wir fahren mit kleinen Booten zum hängenden Gletscher und zu den Marmorhöhlen

dazwischen erklimmt unser Jumpy steile Bergstraßen und wir halten oft beim Bergauf – und Bergabfahren die Luft an aufgrund der äußerst steilen Straßen.

Wir finden täglich wunderschöne Rast- und Schlafplätze, manchmal haben wir Glück, dass wir sogar in heißen Quellen Baden können, aber meist kraxeln wir dann in Flüsse und Seen, traumhafte Outdoor-Badezimmer, aber leider klappt die Warmwasserversorgung da überhaupt nicht – brrrrrr.

Entlang des Lago General Carrera geht’s dann wieder langsam nach Argentinien – wieder einmal eine Grenze – wir müssen da ganz oft über die Grenze – doch schön langsam wissen wir welche Stempel und Papiere und Kopien wir wo brauchen  😉

Patagonien – East to West

Von Bahia Blanca bis Villa La Angostura und zur chilenischen Grenze am Passo Cardenal Antonio Samore.

Wir fahren in der Hitze von der Atlantikküste Richtung Pazifikküste in Chile.

Da es richtig, richtig heiß ist, suchen wir immer wieder Gewässer – zumindest einmal am Tag wollen und müssen wir ins kühle Nass.

Überall wo Einheimische baden trauen wir uns auch in Wasser.

Wir schwimmen immer wieder im Rio Colorado, im Rio Negro und am Ende auch in kühlen Seen – diese Erfrischungen tun gut.

Je weiter wir zur Westküste kommen desto gebirgiger wirds.

Wir sind schon neugierig wie schwierig die Grenzüberquerung nach Chile wird.